Freiwilligenarbeit bei der Diakonie

Im Februar 2021 habe ich angefangen mich freiwillig bei der Diakonie und dem Diakoniewerk zu engagieren. Das war genau das Richtige für mich. Seitdem arbeite ich, je nach meiner verfügbaren Zeit, 1x bis 3x pro Woche mit Migrant*innen zusammen, die aus den verschiedensten Ländern nach Österreich gekommen sind, um hier ein besseres Leben zu finden.

Wir haben Interesse geweckt und du möchtest dich ehrenamtlich engagieren? Dann erfahre in diesem Artikel wer hinter der Diakonie und dem Diakoniewerk steckt, wofür sie stehen und wie auch du einen Beitrag leisten kannst.

Darf ich vorstellen: Diakonie und Diakoniewerk

In den vergangenen Monaten war jeder Tag aufs Neue ein Kampf für mich. Durch die Lockdowns und die Pandemie generell war es für mich schwierig morgens aus dem Bett zu kommen. Monatelang war ich nur mehr zu Hause, da meine Arbeit eingestellt wurde. Ich habe zwar neue Hobbys für mich entdeckt, wie  z. B. Nähen, aber die freie Zeit, die mir zur Verfügung stand, war trotz allem scheinbar unüberbrückbar. Mit dem (schlechten) Gewissen, dass meine Probleme sehr nach „first world problems“ klangen, konnte ich mich dazu motivieren, mich freiwillig zu engagieren. Nach kurzer und erfolgreicher Internetdurchforstung bin ich auf die Webseite der Diakonie Salzburg gestoßen.

Die Diakonie ist ein österreichweites Hilfswerk, das Menschen in schwierigen Situationen unterstützt. Nicht nur nach Naturkatastrophen oder in sozialer Not steht sie zur Seite, sondern auch bei Flucht- und Integrationsthemen. Letzteres ist eines der größeren Anliegen des Werks, da das Einleben in einem fremden Land und die dazugehörigen Prozesse (z. B. Arbeits- und Wohnungssuche oder der Besuch von Sprachkursen) in vielen Fällen längerfristig sind und somit ständiges Engagement bedürfen.

Das Diakoniewerk ist sozusagen eine Tochterorganisation der Diakonie und gestaltet sich ähnlich facettenreich. Es engagiert sich für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, im Bereich der Gesundheit und in der Bildung. Dazu gehört auch die Unterstützung bei Familienberatung, Flüchtlingsarbeit und Armutsmigration.

Ehrenamtlich engagieren in Salzburg: so geht’s

Wenn auch du dich nach einer neuen, sinnvollen Beschäftigung sehnst, du neue Erfahrungen sammeln willst oder Möglichkeiten suchst, dich weiterzubilden, dann bist du bei diesen Organisationen an der richtigen Adresse! Die Optionen sind vielfältig: Im Diakoniewerk gibt es die Möglichkeit, Integrationsarbeit zu leisten, d. h. Familien mit Migrationshintergrund bei amtlichen Terminen begleiten, ihnen dabei helfen, eine Unterkunft zu finden, und vieles mehr.

Eine weitere Tätigkeit, die von Freiwilligen des Diakoniewerks durchgeführt wird, ist das Sprachtraining für Erwachsene. Dafür habe auch ich mich entschieden. Es findet einmal pro Woche für 1 bis 1,5 Stunden statt. Die Terminauswahl ist dabei recht flexibel. Es gibt die Möglichkeit, das Sprachtraining entweder in einem Raum des Diakoniewerks, oder online abzuhalten. Die dazugehörigen Materialien für den Deutschunterricht werden vom Diakoniewerk bereitgestellt.

Und diese Vorteile hast du als Freiwillige*r

Alle die sich ehrenamtlich engagieren, bekommen einen Freiwilligenausweis. Mit diesem bekommt man bei bestimmten Geschäften und Cafés Prozente auf seinen Einkauf. Darüber hinaus bietet das Diakoniewerk jeden Monat diverse Workshops, Weiterbildungen und Kurse an, an denen man kostenfrei teilnehmen kann. Wenn nötig, kann man auch die Möglichkeit einer Supervision wahrnehmen.

Bei der Diakonie arbeite ich auch mit Kindern. 1x bis 2x pro Woche besuche ich zwei Brüder aus Somalia, um mit ihnen gemeinsam an Hausaufgaben aus dem Deutschunterricht zu arbeiten. Da sie erst vor relativ kurzer Zeit nach Österreich gekommen sind, brauchen sie dabei noch etwas Hilfe.

Die Freiwilligen der Diakonie engagieren sich auch um Kleider-, Elektronik- und Möbelspenden und geben ihr Bestes, den Familien ein gutes Zuhause zu geben. Auch bei der Job-, Wohnungs- und Schulsuche sind sie behilflich und stehen bei amtlichen Terminen unterstützend zur Seite.

Um dies auch weiterhin ermöglichen zu können, ist die Diakonie und das Diakoniewerk immer froh um weitere Freiwillige. Im Gegenzug bekommen Engagierte nicht nur Rabatte, kostenfreie Weiterbildungsmöglichkeiten und Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt, sondern treffen viele interessante Leute, knüpfen zwischenmenschliche Beziehungen und können anderen eine Freude bereiten.

PS: Falls du mehr zum Thema Freiwilligenarbeit in Salzburg wissen möchtest, haben wir einen weiteren Blogartikel für dich.

Eure Lisa Marie

Ursprünglich aus Südtirol hat Lisa Marie bereits viele Heimaten in der Welt gefunden: Irland, Finnland und natürlich auch Österreich, wo sie Germanistik und Anglistik studiert hat. Neben Reisen interessiert sie sich für Literatur und die Natur, und in ihrer Freizeit spielt sie Geige im Universitätsorchester. Wenn es darum geht, neues zu probieren ist Lisa Marie immer dabei; vor allem wenn es um Essen geht.

 

 

Photo Credit: geralt via pixabay.com

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